Konica Autoreflex A2

Konica Autoreflex A2

Die Autoreflex A2 wurde 1971 als Nachfolger der ursprünglichen interner LinkAutoreflex A und einfachere Ergänzung bzw. günstige Alternative zur interner LinkAutoreflex T2 auf den Markt gebracht. Die nach untenÄnderungen gegenüber dem Vorgängermodell sind nicht sehr bedeutend, wohl auch deshalb wurde die Autoreflex A2 nie als solche gekennzeichnet, sondern trägt weiterhin die Aufschrift Autoreflex A. Beide Modelle sind sich sehr ähnlich und schwer zu unterscheiden. Die Unterschiede können Sie der interner LinkGegenüberstellung von Autoreflex A und A2 entnehmen.

Anfang und Mitte der 70er Jahre waren vollausgestattete Spiegelreflexkameras noch sehr teure, wertvolle Geräte. Auf der anderen Seite boten Sucherkameras, damals fast ausschließlich noch mit fest eingebauten, festbrennweitigen Objektiven, nicht die vielfältigen fotografischen Möglichkeiten wie heute. Um die Lücke zu schließen, boten viele Hersteller einfach »abgespeckte« Versionen ihrer Spiegelreflexkameras als Einsteigermodelle und günstigere Alternative an, so auch Konica. Am einfachsten waren niedrige Preise zu erzielen, indem nicht unbedingt nötige, aber aufwendige Ausstattungsmerkmale einfach weggelassen wurden. Die Autoreflex A2 ist eine abgespeckte, reduzierte Version der Autoreflex T2 mit einer kürzesten Verschlusszeit von 1/500 s.

Im Funktionsumfang ist die Autoreflex A2 gegenüber der vollausgestatteten Autoreflex T2 deutlich reduziert. Die nachstehenden Ausstattungsmerkmale und Funktionen der Autoreflex T2 wurden bei der Autoreflex A2 weggelassen:

Die Autoreflex A2 gab es nur in chrom-schwarz, eine schwarze Ausführung wie bei der vollausgestatteten »großen Schwester« Autoreflex T2 wurde nicht angeboten. Auch die bei der Autoreflex T2 als Option erhältliche, aber seltene Mattscheibe mit Schnittbildentfernungsmesser anstatt des Mikroprismen-Zentrums wurde für die Autoreflex A2 nicht angeboten.

Da die Autoreflex A2 nicht über einen An-/Ausschalter für den Belichtungsmesser verfügt, sollte bei Nichtbenutzung immer ein Objektivdeckel auf dem Objektiv sein, sonst sind die Batterien relativ schnell verbraucht. Wenn man dies beherzigt, hält sich der Batterieverbrauch in erträglichen Grenzen.

Wie alle ihre Vorgänger und ihr Nachfolger aus der Reihe der »großen« Autoreflex-Kameras ist die Autoreflex A2 extrem robust gebaut und verträgt auch raue Behandlung klaglos. Der bereits in den Vorgängern bewährte Copal-Metallschlitzverschluss arbeitet auch bei großer Kälte und nach langer Zeit zuverlässig. Ein echtes Arbeitspferd, das auch nach 30 Jahren noch alltagstauglich ist.

Die Autoreflex A2 ist wie alle »großen« Autoreflex-Kameras in Ihren Abmessungen recht ausladend und – vor allem für moderne Verhältnisse – ziemlich schwer. Der Copal-Metallschlitzverschluss ist recht laut, das Geräusch kann bei manchen Gelegenheiten schon mal stören.

Als Kamera für den Gebrauch würde ich eine Autoreflex A2 heute allerdings nicht mehr kaufen. Die Kameras sind relativ selten und daher genauso teuer oder sogar oft noch teurer als die wesentlich umfangreicher ausgestattete Autoreflex T2. Vorteile gegenüber diesem Modell bietet die Autoreflex A2 nicht, es gibt also keinen Grund, auf die bessere Ausstattung der Autoreflex T2 zu verzichten. Die Autoreflex A2 ist heute eigentlich nur noch als Sammlerstück interessant – wenn man schon eine hat, kann man sie natürlich weiterhin benutzen.

Wie sehr viele Kameras aus dieser Epoche verwendet auch die Autoreflex A2 Quecksilberoxidbatterien für den Belichtungsmesser (2x Typ PX675). Diese Batterien dürfen mittlerweile aus Umweltschutzgründen nicht mehr hergestellt werden und werden zunehmend rar. Der Verwendung von Silberoxidbatterien oder Alkalibatterien gleicher Baugröße (SR 44 bzw. LR 44) führt zu Fehlmessungen, da diese Batteriesorten andere Spannungen haben. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, wie man das Problem umgehen kann. Weitere Infos und Lösungsmöglichkeiten zum Thema interner LinkQuecksilberoxidbatterien gibt es hier.

Eine ausführliche Übersicht über die interner Linktechnischen Daten und Ausstattungsmerkmale gibt es hier.

1972 wurde die Autoreflex A2 von der Autoreflex A1000 mit einer kürzesten Verschlusszeit von 1/1000 s abgelöst, die ihrerseits wiederum 1973 durch die interner LinkAutoreflex A3 ersetzt wurde, die auf der interner LinkAutoreflex T3 basiert.

Änderungen gegenüber dem Vorgängermodell Autoreflex A:

Die Änderungen sind nur wenige und nicht bedeutend. Lediglich einige wenige Bedienelemente wurden überarbeitet: Der Auslöser benötigt weniger Kraft und der Hub ist deutlich kürzer, was die Gefahr des Verwackelns vermindert. Die Anzeige des Bildzählwerks wurde zur besseren Lesbarkeit verändert.

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