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Konica Spiegelreflexkameras
Einleitung

externer LinkKonica-Minolta – 2003 aus der Fusion der vorher unabhängigen Firmen Konica mit Minolta hervorgegangen – war bis 2006 einer der bedeutendsten Hersteller von Filmmaterial, Kameras und Kopiergeräten auf der Welt. Konica war jahrzehntelang der viertgrößte Filmhersteller der Welt, hinter Kodak, Fuji und Agfa. Sowohl Konica als auch Minolta haben bis zur Fusion noch analoge und digitale Sucherkameras in großen Stückzahlen gebaut, Minolta darüber hinaus auch analoge und digitale Spiegelreflexkameras. Die digitalen Spiegelreflexkameras von Konica-Minolta sind aus der Minolta-Reihe hervorgegangen. Am 19. Januar 2006 hat Konica-Minolta plötzlich und unerwartet angekündigt, sich kurzfristig ganz aus dem Fotogeschäft zurückzuziehen, nachdem nur wenige Monate zuvor ein Restrukturierungsprogramm für diese Sparte gestartet worden war. Der Totalrückzug wurde bis Ende 2006 auch vollzogen. Das Filmgeschäft (Filme, Minilabs und Laborgeräte) wurde komplett aufgegeben, die Kamerasparte wurde an Sony verkauft. Sony hatte damals vor allem Interesse an der digitalen Spiegelreflextechnik. Damit ist eine lange Geschichte des Kamera- und Objektivbaus sowie der Herstellung von Film und Verbrauchsmaterialien im Laufe des Jahres 2006 endgültig zu Ende gegangen.

Die traditionsreiche Firma – bereits 1860 unter dem Namen Konishi Honten gegründet und von Beginn an im Fotogeschäft tätig – hat seit Jahrzehnten einen großen Anteil an der Entwicklung der fotografischen Technik und konnte auch im Kamerabau immer wieder mit spektakulären Neuerungen glänzen. Herausragende Beispiele sind eine der frühesten Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit vollautomatischer Belichtungssteuerung (interner LinkAuto-Reflex, 1965/66), die erste Autofocus-Kleinbildkamera (C35AF, 1977) oder die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit eingebautem Motor (interner LinkFS-1, 1978/79).

Als einer der bedeutenden japanischen Kamerahersteller hat Konica zwischen 1960 und 1987 auch Kleinbild-Spiegelreflexkameras gebaut. Obwohl diese Kameras sicher zu den hochwertigeren Erzeugnissen aus Japans Kameraschmieden gehörten und zum Teil sehr innovativ waren, hatten sie zumindest in Europa bei weitem nicht den Erfolg wie die Konkurrenz von Nikon, Pentax oder Canon. Die Konicas sind immer ein wenig unterbewertet und ohne großen Prestigefaktor geblieben.

Als die verkauften Stückzahlen von Spiegelreflexkameras insgesamt Anfang bis Mitte der 80er Jahre deutlich zurückgingen, hat Konica sich aus diesem Markt zurückgezogen und 1987 die Produktion des Spiegelreflex-Systems eingestellt.

Warum diese Seiten über Konica-Spiegelreflexkameras?

Darauf gibt es eine einfache Antwort: Weil ich sie mag ;-). Aber im Ernst: auch wenn Konica nur einen relativ geringen Anteil am Markt für sich erobern konnte, die Kameras brauchten sich vor ihren Wettbewerbern nicht zu verstecken. Heute, fast 20 Jahre nachdem die letzte Konica-Spiegelreflexkamera gebaut wurde, kann man guten Gewissens behaupten, dass die Konicas den Test der Zeit bestanden haben. Von beeindruckender Qualität sind insbesondere die alten mechanischen Autoreflex-Kameras, viele sind immer noch, nach 25 und mehr Jahren, ohne Reparatur alltagstauglich und einsatzfähig – die Kameras sind nahezu unzerstörbar. Die neueren, elektronischen Modelle sind zwar nicht mehr ganz so massiv gebaut, haben aber über die Jahre auch ihre Qualität, robuste Bauweise und Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt.

Als größter Pluspunkt des Konica-Spiegelreflexsystems aber ist die herausragende Qualität der Konica-Hexanon-Objektive zu nennen. Die Abbildungsleistungen dieser Objektive sind bis auf ganz wenige Ausnahmen absolut erstklassig und stehen meistens hinter den ach so prestigeträchtigen Nikkor-Objektiven nicht zurück. Auch 20 Jahre nach Produktionsende der Hexanon-Objektive für das Konica-Bajonett hat manches teure, moderne und computerberechnete Objektiv Mühe, die Abbildungsleistungen dieser Veteranen zu erreichen. Während der Produktionszeit waren die Konica-Hexanon-Objektive über viele Jahre der Standard des japanischen Industrieministeriums, anhand deren die Qualität der Objektive aller anderen Hersteller beurteilt wurde.

Die Kameras sind gut – der eigentliche Grund, sich eine Konica Spiegelreflexkamera zuzulegen, sind aber die Objektive.

Für mich gibt es aber auch nostalgische Gründe für die Konicas – meine erste eigene Kamera, die ich im Alter von 14 Jahren von meinen Eltern geschenkt bekam, war eine interner LinkAutoreflex TC mit dem hervorragenden interner LinkHexanon AR 40mm / F1,8-Objektiv. Eine treue Begleiterin, die mich in vielen Jahren auf dem Motorrad kreuz und quer durch ganz Europa begleitet und bis heute nie im Stich gelassen hat. Sowas verbindet...

Was finde ich hier?

Auf diesen Seiten gibt es Informationen zu den Kleinbild-Spiegelreflexkameras von Konica sowie zu den dazugehörigen Konica-Hexanon- und Konica-Hexar-Objektiven und dem sonstigen Systemzubehör. Ausstattungen, Technische Daten, Bedienungsanleitungen und jede Menge Abbildungen. Außerdem gibt es ein paar persönliche Einschätzungen sowie einige hoffentlich nützliche Tips z. B. zum Problem der Quecksilberoxidbatterien oder zu Themen wie Gebrauchtkauf und einfache Reparaturen, die selbst durchgeführt werden können. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Spiegelreflex-Kameras mit dem neueren »AR«-Bajonett, mit den ersten Kameras der »F«-Serie kenne ich mich nicht so gut aus.

Was es hier nicht gibt sind Informationen und Unterlagen über andere Kameras oder Objektive, auch nicht über die Messsucher- und Sucherkameras aus dem Hause Konica oder über Minolta-Kameras, die in den letzten Jahren seit der Fusion unter dem Namen Konica-Minolta verkauft worden sind. Außerdem gibt es nichts zu kaufen oder zu verkaufen. Keine Kameras, Objektive oder Zubehör – ich bin Anwender und wohl auch ein wenig Sammler, aber kein Händler. Da ich auch kein Kameramechaniker bin, gibt es hier auch keinen Reparaturservice für Ihre defekte Kamera.

Das ganze Projekt ist derzeit noch im Aufbau begriffen, ich hoffe, die zur Zeit noch vorhandenen Lücken nach und nach schließen zu können. Da das alles hier ein reines Hobbyprojekt ist, bitte ich um etwas Nachsicht, wenn das nicht schnell genug geht!

Und nun viel Spaß beim Stöbern!

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